Ausflüge mit Kindern gelingen dann, wenn sie zum Alter, zur Jahreszeit und zum Budget der Familie passen – von kostenlosen Naturspaziergängen über Kletterparks bis hin zu Science-Centern und Tierparks in Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet der deutschsprachige Raum eine außergewöhnliche Bandbreite an familiengerechten Erlebnissen für Kleinkinder bis Teenager.
Kurz zusammengefasst
Die besten Ausflüge mit Kindern kombinieren Bewegung, Neugier und ein realistisches Zeitfenster. Wer Alter, Wetter und Anfahrt vorab berücksichtigt, spart sich die häufigsten Frustrationspunkte unterwegs.
⚠ Wichtiger Hinweis
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Sicherheitsvorschriften ändern sich regelmäßig. Alle genannten Informationen vor dem Besuch auf den offiziellen Websites der jeweiligen Einrichtung prüfen – besonders an Feiertagen und in den Schulferien.
Das Wichtigste in Kürze
- Ausflüge für Kinder unter 3 Jahren: kurze Wege, Wickelmöglichkeiten, naturnahe Umgebung
- Regentaugliche Alternativen: Indoor-Spielplätze, Museen, Science-Center
- Kostenlose Top-Ziele: Spielplätze, Naturbäder, Bauernhofbesuche, viele Stadtparks
- Familienkarten und Jahrespässe sparen bei häufigen Ausflügen deutlich Geld
- Sorgfältige Planung der Anfahrt verhindert den häufigsten Stressfaktor
Was macht einen gelungenen Ausflug mit Kindern aus?
Das klingt banal, scheitert aber erstaunlich oft daran, dass Eltern zu viel in einen Tag packen wollen. Vier Stunden intensiver Erlebnisse sind für Kinder bis 8 Jahren oft wertvoller als ein zwölf-Stunden-Programm, das mit müden Beinen und Quengelei endet. Die emotionale Energie der Kinder ist begrenzt – genau wie die eigene.
Entscheidend sind außerdem: ein realistischer Anfahrtsweg, Verpflegung die zum Hunger der Kinder passt (nicht zu den Öffnungszeiten des Restaurants), und ein klares Hauptziel, das die Neugier der Kinder wirklich anspricht. Wenn alle drei stimmen, gelingt der Tag fast von selbst.
Welche Ausflugsziele eignen sich für welches Kinderalter?
| Altersgruppe | Geeignete Ziele | Wichtige Kriterien |
|---|---|---|
| 0–3 Jahre | Bauernhof, Stadtpark, Preichbach | Kinderwagentauglich, kurze Wege, Wickelraum |
| 3–6 Jahre | Zoo, Abenteuerspielplatz, Naturlehrpfad | Interaktiv, bunt, kurze Aufmerksamkeitsspanne |
| 6–10 Jahre | Science-Center, Kletterwald, Burg, Bootstour | Aktiv, lehrreich, Herausforderung mit Erfolgserlebnis |
| 10–12 Jahre | Freizeitpark, Höhle, Fahrradtour, Sommerrodelbahn | Tempo, Eigenverantwortung, Spannung |
| Ab 12 Jahren | Klettersteig, Hochseilgarten, Stadtbesichtigung, Escape Room | Eigenständigkeit, soziale Interaktion, echte Herausforderung |
Welche Ausflüge mit Kindern sind bei Regen möglich?
Regen muss keinen Ausflug ruinieren – er braucht nur eine andere Adresse. Indoor-Spielhallen wie Galileo Fun Park (bundesweit), das Deutsche Museum in München oder das Experimentarium in Wien bieten Kindern stundenlange Unterhaltung und Eltern eine Tasse Kaffee in Ruhe. Wer spontan entscheidet, findet über Apps wie „Familotel“ oder lokale Stadtportale schnell regentaugliche Optionen in der Nähe.
Auch Kinos mit Kindervorstellungen am Vormittag, Bowlingbahnen oder Trampolinparks sind unterschätzte Regentag-Retter. Tipp: Direkt nach dem Öffnen hinfahren – das spart Wartezeiten erheblich.
Trampolinparks verzeichnen an Regenwochenenden bis zu dreifach erhöhtes Besucheraufkommen. Wer spontan kommt, sollte sich auf längere Wartezeiten einstellen oder online vorbuchen.
Welche Outdoor-Ausflüge lohnen sich bei schönem Wetter?
Kaum etwas ist schöner als ein Sommertag am See mit Kindern, die seit einer Stunde vergessen haben, dass Bildschirme existieren. Bayern, Baden-Württemberg und Österreich bieten eine unvergleichliche Dichte an familienfreundlichen Outdoor-Zielen – von den Seen rund um München bis zu den Trails im Wienerwald. Dabei muss es nicht immer das bekannte Ziel sein: Lokale Gemeindeparks und Flussufer überzeugen oft genauso.
Welche kostenlosen Ausflüge kann man mit Kindern unternehmen?
Kostenlos bedeutet nicht zwangsläufig weniger Erlebnis. Ein gut gestalteter Waldspielplatz oder ein Naturlehrpfad liefert Kindern oft mehr echten Input als ein teures Erlebniszentrum. Viele Bundesländer haben zudem Freier-Eintritt-Tage in staatlichen Museen – Bayern zum Beispiel an jedem ersten Sonntag im Monat in zahlreichen Häusern.
Weitere kostenlose Möglichkeiten:
- Wildgehege und Tiergehege in Stadtforsten (häufig kostenlos)
- Badeseen und Flussbadestellen ohne Eintritt
- Wochenmärkte als lebendiges Erlebnisformat
- Geführte Naturführungen mancher Nationalparks
Welche günstigen Ausflüge kosten unter 10 Euro pro Person?
Minigolf ist ein unterschätzter Geheimtipp: günstig, altersübergreifend, auch mit kleinen Kindern machbar. Hallenbäder in der Fläche kosten oft nur 3–6 Euro pro Kind. Und manches kommunale Freilichtmuseum ist für den gesamten Nachmittag günstiger als eine Runde Eis in der Altstadt.
Welche Tagesausflüge mit Kindern sind besonders beliebt?
Der Europapark in Rust, der Zoo Leipzig, das Legoland in Günzburg oder Schloss Neuschwanstein – diese Namen fallen in Familiengruppen immer wieder. Das ist kein Zufall: Sie bieten eine verlässliche Erlebnisdichte, gute Infrastruktur und funktionieren quer durch alle Altersgruppen. Der Nachteil: Gerade in Ferienzeiten sind Wartezeiten und Menschenmassen ein ernsthafter Faktor, der den Tag prägen kann.
Besuche beliebter Freizeitparks lohnen sich besonders dienstags bis donnerstags außerhalb der Hauptferienzeiten. Frühbucher-Onlinetickets sind im Schnitt 15–25 % günstiger als Tageskasse.
Welche Ausflüge eignen sich für Kleinkinder unter 3 Jahren?
Wer mit einem Einjährigen in einen Freizeitpark fährt, merkt schnell: Die Kinder wollen Tiere anfassen, Wasser erleben und durch Gras laufen – kein Fahrgeschäft der Welt schlägt das sensorische Erlebnis einer Kuh in greifbarer Nähe. Bauernhofbesuche, die oft kostenlos oder sehr günstig sind, erfüllen genau das. Entscheidend bei dieser Altersgruppe: Wickelmöglichkeiten, kurze Parkplatzwege, Schattenmöglichkeiten im Sommer.
Welche Ausflüge machen Kindern ab 3 Jahren Spaß?
Mit 3–5 Jahren beginnen Kinder, aktiv Fragen zu stellen und sich für die Welt zu interessieren. Zoos und Tierparks liefern den perfekten Rahmen – sie verbinden Bewegung mit echtem Erleben. Gute Alternativen sind Naturspielplätze wie im Wildpark Schwarze Berge bei Hamburg oder thematische Erlebnisparks wie der Karls Erlebnis-Dorf-Verbund. Wichtig: Mittagsschlaf oder Ruhezeiten einplanen – der Energiespeicher dieser Altersgruppe entleert sich ohne Vorwarnung.
Welche Ausflüge begeistern Kinder ab 6 Jahren?
Ab der Schulzeit wächst das Bedürfnis nach echten Herausforderungen. Ein Kletterwald, bei dem Kinder eigenständig von Station zu Station navigieren, oder eine Burgruine, die zum Erkunden einlädt, liefert das Gefühl von Abenteuer – ohne dass Eltern es inszenieren müssen. Das Klimahaus Bremerhaven, das Phaeno in Wolfsburg oder das Technoseum in Mannheim sind klassische Science-Empfehlungen für dieses Alter.
Welche Ausflüge begeistern Kinder ab 10 Jahren?
In diesem Alter wollen Kinder gefordert werden, nicht beschäftigt. Die Sommerrodelbahn am Blomberg im Bayerischen Voralpenland oder die Feengrotten in Saalfeld liefern echte Wow-Momente, die noch Wochen danach erzählt werden. Escape Rooms – speziell für Familien konzipiert – sind bundesweit ein wachsendes Angebot und überraschend gut für den Zusammenhalt.
Welche Teenager-gerechten Ausflüge gibt es ab 12 Jahren?
Teenager wollen nicht „mitgenommen“ werden – sie wollen mitentscheiden. Wer ihnen die Wahl zwischen zwei konkreten Zielen lässt und die Verantwortung für einen Teil des Tages übergibt, gewinnt einen anderen Menschen am Ausflugstag. Konkrete Empfehlungen: Hochseilgärten mit echten Schwierigkeitsstufen, Wasserski-Anlagen, Stadttouren mit Schnitzeljagd-Apps oder Klettersteige (ab D-Schwierigkeit bei sportlichen Teens).
Welche Naturerlebnisse bieten sich an?
Das Wattenmeer-Erlebnis an der Nordseeküste ist für Kinder aller Altersgruppen fast unschlagbar – schlicht wegen der Unmittelbarkeit. Barfuß im Watt, Wattwürmer, Krebse, das Meer das sich zurückzieht: Das ist echter Unterricht ohne Klassenzimmer. Ähnliches gilt für Führungen im Nationalpark Berchtesgaden oder Luchspfade im Harz.
Welche Tierparks und Zoos sind empfehlenswert?
Zoos sind aus gutem Grund dauerhaft beliebt – sie funktionieren bei fast jedem Wetter, für fast jedes Alter und bieten Bildung ohne erhobenen Zeigefinger. Der Zoo Leipzig überzeugt mit seiner Gondwanaland-Halle besonders im Winter. Schönbrunn in Wien beeindruckt mit historischer Kulisse und moderner Tieranlage. Wer lieber kleinere Wildparks bevorzugt: Wildpark Müden (Niedersachsen) oder der Wildpark Bad Mergentheim sind hervorragende Alternativen ohne Großzoo-Preise.
Welche Freizeitparks lohnen sich für Familien?
Der Europapark ist für viele Familien der Benchmark – mit einem der besten Kinder-Bereich-zu-Erwachsenen-Attraktionen-Verhältnisse in Europa. Das Legoland in Günzburg spricht besonders Kinder zwischen 3 und 10 Jahren an, verliert aber für Teenager schnell an Reiz. Phantasialand punktet mit Themenqualität, ist aber auch für kleinere Kinder teils zu gruselig gestaltet. Tipp: Immer vorab die Mindestgröße der Fahrgeschäfte prüfen.
Welche Museen sind kinderfreundlich gestaltet?
Das Geheimnis guter Kindermuseen liegt nicht in der Sammlung, sondern in der Zugänglichkeit. Anfassen, ausprobieren, selber machen – das Phaeno in Wolfsburg macht genau das konsequent. Für jüngere Kinder (3–7 Jahre) sind spezialisierte Kindermuseen wie das „Kindermuseum“ in Frankfurt oder das „Zoom Kindermuseum“ in Wien erste Wahl. Für Schulkinder öffnen sich das Deutsche Museum und das Naturkundemuseum Berlin mit erstaunlicher Tiefe.
Welche Wanderungen mit Kindern sind machbar?
Eine Faustformel: Pro Lebensjahr des jüngsten Kindes ein Kilometer Gehstrecke als Obergrenze – mehr überfordert, weniger langweilt Ältere. Der Partnachklamm bei Garmisch, der Amselsee in der Sächsischen Schweiz oder der Martinswand-Trail in Tirol sind klassisch familientaugliche Wanderziele mit hohem Erlebniswert bei überschaubarer Strecke. Bachläufe entlang des Weges sind natürliche Pausenmagnete.
Welche Radtouren eignen sich für Familien?
Der Donauradweg zwischen Passau und Linz ist einer der familienfreundlichsten Fernradwege Europas – gut ausgebaut, überwiegend asphaltiert, mit zahlreichen Raststationen. Wer keine mehrtägige Tour plant, findet an fast jedem Fluss in Deutschland kurze Abschnitte, die auch mit Anhänger oder Laufrad funktionieren. E-Bike-Verleihe an vielen Bahnhöfen haben das Familienradeln demokratisiert.
Welche Höhlen und Bergwerke kann man mit Kindern besichtigen?
Höhlen haben eine eigenartige Magie: kühl, dunkel, laut von Tropfen – und Kinder sind sofort gefangen. Die Atta-Höhle im Sauerland ist besonders kinderfreundlich geführt, die Eisriesenwelt in Salzburg ist spektakulär, aber wegen der Kälte und langen Aufstiegswege erst ab etwa 8 Jahren wirklich empfehlenswert. Kleidungshinweis an Eltern: Höhlen haben ganzjährig 6–10 Grad – Jacken einpacken.
Welche Burgen und Schlösser faszinieren Kinder?
Burgen funktionieren bei Kindern als lebendige Märchenkulisse – und die echten Gemäuer übertreffen jede Illustration im Kinderbuch. Burg Eltz in der Eifel überzeugt durch authentische Atmosphäre ohne Kitsch. Festung Hohensalzburg hat einen der besten Ausblicke der Alpenregion. Für Schulkinder lohnt sich die Kombination aus Burgbesuch und kindgerechter Stadtralley im Anschluss.
Welche Kletterparks sind familienfreundlich?
Die meisten seriösen Kletterparks bieten eigene Kinderkurse ab 5–6 Jahren, die kindgerecht gesichert sind und Spaß machen, ohne zu überfordern. Wichtig: Offene Schuhe und weite Kleidung machen das Klettern unnötig schwer. Sandalen oder Flip-Flops sind in vielen Parks aus Sicherheitsgründen verboten – vorher prüfen.
Welche Indoor-Spielplätze bieten sich an?
Indoor-Spielplätze haben sich in der Qualität enorm verbessert. Neben den großen Ketten gibt es in vielen Städten kleinere, liebevoll gestaltete Indoor-Spielhallen, die oft ruhiger und günstiger sind. Lautstärke ist allerdings ein konstanter Faktor – für empfindlichere Kinder nicht immer ideal.
Welche Science-Center begeistern Kinder?
Science-Center sind Museen, die begriffen haben, dass Kinder lernen, wenn sie etwas selber tun dürfen. Das Phaeno in Wolfsburg ist dabei architektonisch und inhaltlich eines der besten Europas. Das Klimahaus in Bremerhaven führt durch alle Klimazonen der Erde – spannend für Kinder ab 8, überwältigend für Erwachsene gleichermaßen. Empfehlung: Mindestens drei Stunden einplanen.
Welche Bauernhöfe kann man mit Kindern besuchen?
Karls Erlebnis-Dorf (mehrere Standorte), der Fürstliche Park Inzell oder regionale Familienbauernhöfe über das Netzwerk „Urlaub am Bauernhof“ sind empfehlenswerte Einstiegspunkte. Kinder können Kühe melken, Eier sammeln und Hühner füttern – Erfahrungen, die in keinem Lehrbuch stecken und trotzdem hängen bleiben.
Welche Bootstouren eignen sich für Familien?
Eine Schiffsfahrt ist selbst für Kinder, die eigentlich kein Interesse an Natur haben, sofort faszinierend. Die Fahrt über den Bodensee nach Konstanz, eine Grachtenrunde auf der Spree oder die Moselschifffahrt zwischen Cochem und Bernkastel bieten stimmungsvolle Kulissen ohne viel Aufwand. Ruhigere Flussabschnitte eignen sich auch für Kanu-Ausflüge ab ca. 8 Jahren.
Welche Sommerrodelbahnen machen Spaß?
Sommerrodelbahnen sind eines der wenigen Ausflugsziele, bei denen Kinder und Eltern exakt dasselbe Gesicht ziehen: komplett begeistert. Die Blomberg-Bahn in Bad Heilbrunn ist mit über 2 km Länge ein echter Klassiker. Fast jedes Alpenvorland-Skigebiet hat inzwischen eine Sommerrodelbahn – ein günstiger, schneller Ausflug mit hohem Effekt.
Welche Miniaturwelten und Modelleisenbahnen sind sehenswert?
Das Miniatur Wunderland in Hamburg ist kein Geheimtipp mehr – aber der Hype ist berechtigt. Über 16 km Gleise, täglich 100.000 kleine LEDs, Szenen aus aller Welt im Miniaturformat. Onlinebuchung ist Pflicht, da die Warteschlangen ohne Ticket mehrere Stunden betragen können. Für Modelleisenbahn-Fans gibt es deutschlandweit weitere kleinere Anlagen, etwa das Miniatur-Land Elspe im Sauerland.
Saisonale Ausflüge: Was passt wann?
Frühling: Obstblüten-Touren im Bodenseeraum oder Maintal, erste Wanderungen auf getautem Boden, Bauernhofbesuche zur Lammzeit.
Sommer: Badeseen, Alpine Sommerrodelbahnen, Flusstouren, Freibäder – Abkühlung hat Priorität. Sehr beliebte Ziele frühzeitig anfahren.
Herbst: Pilzsuche im Wald, Herbstlaub-Wanderungen, Kürbis-Erlebnisse auf Bauernhöfen, Weinlese-Events in Rhein- und Moselregion.
Winter: Schlittschuhlaufen, Weihnachtsmärkte, Skigebiete mit Kinderbereich, Winterwanderungen mit Schlitten. Science-Center und Zoos mit beheizten Hallen gewinnen in dieser Jahreszeit nochmal an Attraktivität.
Regionale Top-Empfehlungen: Bayern, NRW, BW, Berlin
Bayern: Legoland Günzburg, Berchtesgaden, Blomberg-Rodelbahn, Zugspitzregion, Schloss Neuschwanstein, Partnachklamm, Starnberger See, Chiemsee-Schifffahrt.
Nordrhein-Westfalen: Phantasialand, Kölner Zoo, Atta-Höhle, Movie Park Germany Bottrop, Drachenfels Siebengebirge, Dortmunder Westfalenpark.
Baden-Württemberg: Europapark Rust, Bodensee, Heidelberger Schloss, Tripsdrill Erlebnispark, Schwarzwald-Erlebnispfade, Wilhelma Stuttgart.
Berlin & Brandenburg: Tier- und Naturpark Döberitzer Heide, Zoo Berlin, Filmpark Babelsberg, Tropical Islands Resort, Spreewaldkahnfahrten.
Hamburg-Tagesausflüge mit Kindern: Miniatur Wunderland, Hagenbecks Tierpark, Elbstrand Övelgönne, Planeten-Wanderweg und Harburger Berge sind unterschätzte Nahziele – die meisten in unter 45 Minuten erreichbar.
Wie plant man einen stressfreien Ausflug mit Kindern?
Die häufigsten Stressfaktoren bei Familienausflügen: zu spätes Losfahren, fehlende Verpflegung, unklare Erwartungen der Kinder und Staus. Wer diese vier Punkte systematisch entschärft, hat gewonnen. Konkret bedeutet das: Frühstück zu Hause, Parkplatz vorab recherchiert, Snackbox gepackt und den Kindern erklärt, was sie erwartet – nicht mehr und nicht weniger.
Was gehört in die Packliste?
Die Packliste variiert nach Ziel, aber der Kern bleibt gleich:
- Wasser und Snacks für mindestens eine Pause mehr als geplant
- Sonnencreme SPF 50+ von Mai bis September
- Regenjacken auch bei Sonnenschein (Berge, Seen, Küste)
- Wechselkleidung – besonders bei Kleinkindern
- Erste-Hilfe-Mini-Set
- Ein Offline-Spiel oder Buch für Wartezeiten
Wie findet man barrierefreie Ausflugsziele?
Barrierefreiheit ist bei Ausflügen mit Kindern mit Behinderung kein Komfort, sondern Voraussetzung. Viele große Zoos, Freizeitparks und Museen haben ihre Barrierefreiheit in den letzten Jahren deutlich verbessert – Rollstuhltauglichkeit, taktile Leitsysteme und Gebärdensprach-Führungen gehören heute zum Standard führender Einrichtungen. Das Zertifizierungssystem „Reisen für Alle“ (in D/Ö/CH aktiv) prüft Standorte unabhängig und vergütet die Angaben.
Wie spart man bei Familienausflügen?
Jahrespässe für Zoo, Schwimmbad oder Freizeitpark amortisieren sich oft schon nach zwei Besuchen. Die Deutsche Bahn bietet Familien-Wochenend-Tickets, die mehrere Kinder bis 14 Jahren kostenlos mitnehmen. Viele Kommunen bieten Family-Cards oder Ferienpass-Programme, die während der Schulferien erhebliche Rabatte bringen. Besonders effektiv: Onlinetickets immer mit dem Preis der Tageskasse vergleichen – die Differenz ist oft erheblich.
| Sparstrategie | Ersparnis | Geeignet für |
|---|---|---|
| Jahrespass Zoo/Museum | Ab 2. Besuch kostenlos | Familien mit Wohnortnähe |
| Onlineticket Freizeitpark | 15–25 % günstiger | Alle Freizeitparks |
| Ferienpass/Kinderpass | 50–100 % Rabatt | Schulkinder in Ferien |
| DB Familienticket | Kinder bis 14 kostenlos | Anreise mit Bahn |
| Freier Eintritt Museen | 100 % | Ausgewählte Tage/Museen |
Wo findet man Erfahrungsberichte zu Ausflugszielen?
Offizielle Websites sind für Fakten gut, aber für echte Eindrücke braucht man andere Quellen. Google Maps mit gefilterten Eltern-Rezensionen ist oft der schnellste Weg. Eltern-Facebookgruppen nach Ort sind unterschätzt: Die Antworten auf „Kennt jemand einen guten Spielplatz in der Nähe von XY?“ kommen oft innerhalb von Minuten und sind frisch. Apps wie „Family Park“ oder „Freizeitplaner für Familien“ aggregieren zudem verifizierte Bewertungen speziell für Familienausflüge.
Häufige Fragen zu Ausflügen mit Kindern
Wie weit sollte ein Tagesausflug mit Kindern maximal sein?
Als Faustregel gilt: maximal 1,5–2 Stunden Anfahrt in eine Richtung. Längere Fahrten führen bei kleinen Kindern häufig zu Erschöpfung vor dem eigentlichen Ziel – was den Tag unnötig belasten kann.
Ab welchem Alter sind Kletterparks für Kinder geeignet?
Die meisten Kletterparks bieten Kinderkurse ab 5–6 Jahren an. Voraussetzung ist eine Mindestgröße von meist 100–110 cm. Eltern dürfen in vielen Parks auf Kinder-Parcours mitbegleiten.
Welche Ausflüge sind mit Kinderwagen gut machbar?
Flache Naturpfade, Zoos, Museen und viele Freizeitparks sind kinderwagentauglich. Für unebene Wege wie Waldpfade oder Burganlagen empfiehlt sich ein geländegängiger Buggy oder Tragehilfe.
Wie verhindert man Langeweile bei langen Autofahrten zum Ausflugsziel?
Hörbücher, Reisebingo, Rätsel-Apps und eine eigene Snackbox fürs Kind helfen. Wer Fahrtzeit als Teil des Erlebnisses rahmt, statt sie zu beklagen, überträgt dieses Mindset auf die Kinder.
Welche Familienkarten und Jahrespässe lohnen sich 2026?
Jahrespässe für lokale Zoos, Schwimmbäder und regionale Museumsverbünde amortisieren sich bei zwei bis drei Besuchen pro Jahr. Der Europapark-Jahrespass lohnt sich für Familien im Südwesten ab drei Tagesbesuchen.
Fazit
Der beste Ausflug mit Kindern ist nicht der teuerste oder weiteste – er ist der, der zum Kind passt. Wer Alter, Jahreszeit und Budget im Blick behält, wer früh aufbricht, Snacks einpackt und den Kindern erklärt, was sie erwartet, hat die wichtigsten Weichen gestellt. Der Rest ist Abenteuer. Und genau das ist der Punkt.
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