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Geschenkideen für Großeltern: Aufmerksames Verschenken bewährt sich mehr als schnelles Kaufen

Geschenkideen für Großeltern

Immer wiederkehrend erscheint im Familienalltag die Aufgabe, Großeltern zu beschenken: zu Geburtstagen, Weihnachten, zum Muttertag, Vatertag oder einfach nur beim Wochenendbesuch. Allzu oft greifen wir dann auch zur bewährten Lösung: Pralinen, ein Blumenstrauß, ein Gutschein. Nichts daran ist falsch, aber auch nichts bleibt in Erinnerung. Wer Konsumpsychologie studiert, weiß, dass die emotionale Wirkung eines Geschenkes nicht vom Preis abhängt, sondern von der Mühe, die der Schenkende sich gemacht hat.

Was macht Großeltern Freude?

Die Wünsche älterer Menschen sind oft verschieden von denen der jüngeren. Wer ein Zuhause hat, das seit Jahren eingerichtet ist, wer über Jahrzehnte Besitz angehäuft hat, der hat wohl kaum noch ein Bedürfnis nach mehr Dingen. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge fragte 2005 über 65-Jährige, was für sie das schönste Geschenk sei. An erster Stelle nannten sie 68 Prozent gemeinsame Zeit mit der Familie, an zweiter Stelle selbstgemachte oder personalisierte Geschenke. Materielle Standardgeschenke liegen weit abgeschlagen auf den hinteren Plätzen.

Das sind die Kriterien für gelungene Geschenkideen:

  • Persönlicher Bezug zum Geschenkempfänger
  • Handwerkliche oder einheimische Qualität statt Massenware
  • Verbrauchbare Geschenke, die keinen Stauraum brauchen
  • Erlebnisse, die man mit Kindern und Enkeln zusammen haben kann

Regionale Qualität als gesunde Alternative

Wer ein Geschenk sucht, das handwerklich wertvoll ist und das man auch verbrauchen kann, findet das bei Einheimischen. Kleine Manufakturen setzen auf bekannte Herkunft, gute Zutaten, wertige Verarbeitung. Für Familien in der Schweiz oder mit Bezug zur Alpenregion bieten sich Geschenke aus der Schweiz an, die einheimische Spezialitäten und handwerkliche Traditionen aufgreifen. So wird man gleich mehrerer Vorteile gewahr. Die Geschenke sind einzigartig, sie haben eine Geschichte, sie lassen sich gut verpacken und sie unterstützen kleinere Betriebe.

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Erlebnisse sind wichtiger als Dinge

Immer mehr Bedeutung gewinnen auch Erlebnisgeschenke: Ein Ausflug mit den Enkeln, ein gemeinsamer Kochkurs, ein Besuch im Museum. Am Ende steht eine gemeinsame Erinnerung, die Jahre hält. Die Positive Psychologie (Sonja Lyubomirsky) legt nahe, dass geteilte Erlebnisse das subjektive Wohlbefinden mehr steigern als der Konsum materieller Güter. Bei letzterem hält der Effekt im Schnitt sechs bis acht Wochen kürzer an.

Erlebnisgeschenke:

  • Ein Nachmittag im Botanischen Garten mit den Enkelkindern.
  • Ein selbstgemachtes Fotobuch aus dem letzten Jahr.
  • Ein gemeinsamer Kochabend mit alten Rezepten der Grosseltern.
  • Ein Konzert mit der Lieblingsmusik.

Handarbeit von Kindern und Enkeln

Selbstgebasteltes gehört zu den emotional wirkungsvollsten (und zugleich preiswertesten) Geschenken überhaupt. Zeichnungen, Bastelarbeiten und kleine Geschenke der Enkel landen bei den Großeltern oft jahrzehntelang in der Schublade. Eine Langzeitstudie aus Großbritannien von der University of Reading zeigt: 82 Prozent der befragten Großeltern bewahren selbstgemachte Geschenke ihrer Enkel auf, gekaufte werden eher weiter geschenkt oder aussortiert.

Ideen für gemeinsam gebastelte und gestaltete Geschenke mit Kindern:

  • Ein bemalter Bilderrahmen mit dem aktuellen Familienfoto.
  • Ein selbst geschriebenes Rezeptbuch mit den Lieblingsgerichten.
  • Ein Kalender mit Zeichnungen für jeden Monat.
  • Ein kleiner Videoclip mit Grüßen und Szenen aus dem Alltag.

Worauf es zu schauen lohnt

Wer für Großeltern schenkt, sollte weniger auf Menge und Preis, sondern auf Bedeutung und Qualität schauen. Ein durchdachtes Geschenk sagt mehr, zeigt Wertschätzung und stellt einen Bezug zu gemeinsamen Erlebnissen her. Regionale Manufakturprodukte, gemeinsame Zeit und Selbstgemachtes aus dem Handwerk der Kinder und Enkel kommen den tatsächlichen Bedürfnissen deutlich näher als austauschbare Standardgeschenke. Eltern, die ihre Kinder in die Auswahl mit einbeziehen, schaffen zusätzlich einen Moment des Generationenübergreifenden, der über den Anlass hinaus wirkt.

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Redaktion